Wandertouren im Wetterstein und Außerfern
Bild: Blick vom Roter Stein, Berwang
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25.03.19 Innsbruck EeB>EeS_ed0:216

Am Ende des Aufstiegs über Hoher Gang - Blick ins Tal
Ehrwald Seebensee Coburger Hütte Drachenkopf
Die Rundwanderung zum Seebensee und Drachensee lockt mit grandiosen Blicken zur Zugspitze und Mieminger Bergen. Wahlweise Abstecher auf den Drachenkopf für erfahrene Bergwanderer.
(Foto: Blick vom Aufstieg zum Vorderer Drachenkopf auf die Ehrwalder Sonnenspitze).
Wandern in herrlicher Almlandschaft auf der Ehrwalder Alm - Zum Seebensee - Almwege oder Hoher Gang, Zugspitzblicke
Von Ehrwald (Ortsteil Oberdorf) an der Hofkapelle rechts über die Brücke - vor der Ehrwalder Almbahn - beginnt diese verlockende Rundwanderung.
Alternative Strecke mit der Almbahn:
Wer sich etwa 400 Höhenmeter Aufstieg sparen will, fährt mit der acht-Personen-Kabinen-Bahn hoch zur Ehrwalder Alm. Dort führt ein Almsträßchen hinauf zum Seebensee. Die Bergstation liegt 1.500 Meter hoch. Zum Seebensee ist der Höhenunterschied somit nur mehr etwa 150 Meter. Die Wanderzeit beträgt von der Bergstation aus etwa 90 Minuten.
Über den Fahrweg vorbei geht es am Haus Alpenglühn zum eng werdenden Ende des Tals. Erst aufwärts dann wieder etwas abwärts führt der Weg empor in Richtung See. Danach ist der links abzweigende Fußweg dem weiteren führenden Fahrweg vor zu ziehen. Durch den Seebenwald vorbei an der Ganghofers Rast/Talblick erreicht der Wanderer die Seebenalm und den Seebensee.

Es wandert sich gemütlich über Wiesen und Almen. Alternativ etwas steiler bietet sich - mit einfachster Kletterei verbundenen - der Steig Hoher Gang in Richtung Seebensee an. Der Steig Hoher Gang zweigt nach wenigen Metern in südlicher Richtung (Weg Nummer 37 und 812) ab. Er ist dem Aufstieg über die Ehrwalder Alm wegen der Kürze und der herrlichen Aussichten die bessere Wahl.
Der sanfter ansteigende Wiesen- und Almweg lässt die Tour gemächlicher beginnen. An der Ehrwalder Almbahn rechts abzweigend zur Jausenstation Seebenalm auf 1.575 Meter (Wanderweg Nummer 36). Nur etwa hundert Meter höher liegt mit prächtigem Blick auf den Drachenkopf der zum Verweilen einladende Seebensee. Der Blick zurück zeigt das imposante Wettersteingebirge mit der Zugspitze als den höchsten Gipfel.
Der Seebensee

Seebensee mit Zugspitze
Der Seebensee ist ein Hochgebirgssee und liegt in 1.657 Meter Höhe oberhalb der Ehrwalder Alm im Mieminger Gebirge. Der Vordere Tajakopf im Osten, der Vordere Drachenkopf im Süden und die Ehrwalder Sonnenspitze rahmen den See ein.
Der Seebensee fließt über den Seebenbachfall in den Geißbach ab. Dieser mündet in die Loisach. Von Ehrwald aus auf einem Almsträßchen über die Ehrwalder Alm ist der See leicht erreichbar.
Auch über den Hohe-Gang-Steig - ein gesicherter Bergpfad oder über den schwierigeren Seebener-Klettersteig ist der Seebensee von Ehrwald aus zu erreichen.
Von Biberwier wird der See über die Biberwierer Scharte besucht. Dies ist in der beschriebenen Wanderung der Rückweg von der Coburger Hütte und Vordere Drachenkopf.
Zur Coburger Hütte mit traumhaften Blick zur Zugspitze
Am breiten Wanderweg geht es eben am Seeufer entlang bevor mit wenigen Serpentinen der Bergpfad empor zur Coburger Hütte auf 1.917 Metern hochsteigt. Hier begeistert der freie Blick auf das Zugspitzmassiv mit dem Seebensee als Vordergrund. Die Spiegelung des Massivs der Zugspitze im Seebensee ist hier sicher ein oft fotografiertes Motiv vor dem Anstieg zur Coburger Hütte. Die Bilder zeigen - ob Quer- oder Hochformat - die persönliche Sichtweise des Fotografen.
Seebensee mit Zugspitze Blick vom Vorderer Drachenkopf
Bei der Coburger Hütte angekommen, fasziniert der dunkelblaue Drachensee. Auf der Terrasse kann sich der Bergwanderer beispielsweise mit einem köstlichen Kaiserschmarren satt essen. Wem der Schmarren zu viel wird, den helfen gerne die vielen, zutraulichen Alpendohlen mit ihrem anscheinend immerwährenden Appetit.
So gestärkt, ausgeruht und mit neuer Kraft ausgestattet geht es an das Erlebnis Drachenkopf besteigen. Der Bergsteig Nummer 814 führt westlich zwischen dem Drachenkopf und der Sonnenspitze in Richtung Biberwier. Nach etwa vierhundert Meter wird entschieden: Entweder den Vorderer Drachenkopf zu besteigen oder auf geradem Wege gemütlich die Rundwanderung fort zu setzen.
Abstecher auf den Drachenkopf, Blick auf Sonnenspitze
Der Anstieg Richtung Süden zum Vorderer Drachenkopf beginnt einfach. Sobald jedoch der Steig westlich zum Gipfel emporsteigt, ist Trittsicherheit erforderlich. Beim weiteren Steig auf dem Schottergrat mit auf beiden Seiten recht steil abfallenden kiesigen Hängen ist Schwindelfreiheit hilfreich. Wer hier unsicher oder ängstlich wird, der sollte den Mut haben umkehren.
Die mangelnde Schwindelfreiheit ist gut überwindbar, wenn man bei der kurzen, aufwärts führenden Gratwanderung den Blick ausschließlich auf den Weg fixiert. Der gesamte Aufstieg ist zwar nicht gesichert aber bei guter und trockener Witterung leicht zu steigen.
Auch ohne der leichten Kletterei zum Gipfel belohnt die Wandertour mit ihren abwechslungsreichen Motiven für den Fotografierenden und traumhaften Aussichten in die Mieminger Kette und zum Zugspitzmassiv. Der Ausblick vom Gipfel zur imposant aufragenden Sonnenspitze - dem Wahrzeichen Ehrwalds - aber auch zur Zugspitze, ist mehr als nur ein Erinnerungsfoto wert.

Gipfelglück auf dem Vorderer Drachenkopf, Hintergrund die Sonnenspitze
Vorderer Drachenkopf - Blick auf Drachensee und Coburger Hütte
Der Drachensee schmiegt sich in den hellen Fels. Der Blick durch die U-förmige Scharte erspäht tief unten die Coburger Hütte. Hier eine deftige Brotzeit zu genießen und sich satt zu sehen an der prächtigen Landschaft ist ein Privileg für den mutigen oder erfahrenen Wanderfeund. Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegspfad.

Drachensee und Coburger Hütte vom Drachenkopf
Auf dem Knappensteig und Panoramaweg in Richtung Biberwier

Von der Abzweigung zum Drachenkopf aus führt der Bergpfad Nummer 814 links weiter bis er einmündet in den von links kommenden Jubiläumsweg.
Die Fortsetzung führt hinab ins Tal über den Knappensteig bis zu seinem Ende am Panoramaweg. Alternativ kann der Wanderer das mit der Nummer 814 markierte Sträßchen nach Biberwier zur Einkehr oder Rückfahrt mit dem Bus nach Ehrwald wählen.
Die empfohlene Route bleibt dem Sträßchen "Panoramaweg" rechts am Hang entlang bis Ehrwald treu. Abschließend wandert es sich recht bequem am Geißbach entlang.Bald kommt der Wanderer rechts abzweigend auf dem Alte Mühlenweg zum Ausgangspunkt der Bergtour zurück.
Kommentare
renzmarketing am 25.08.2012
Macht richtig Lust "nachzugehen".
Textbroesel am 16.08.2011
primapage am 16.08.2011
Textbroesel am 16.08.2011
Ehrwalder Alm - Blick zur Sonnenspitze
Zugspitzregion Ehrwald - Tour Ehrwalder Alm Feldernjöchl
Herrliche Blicke ins Gaisstal Richtung Leutasch, eingebettet zwischen Wetterstein und Mieminger Berge, verspricht das Wandern von Ehrwald oder Ehrwalderalm zum Feldernjöchl

Für den Bergwanderer beginnt die Tour in Ehrwald ab der Talstation der Ehrwalder Almbahn auf breiten Wegen und Almstraßen bis zur Feldernalm. Weiter geht es empor auf schönen Steigen zum Feldernjöchl und Am Brand (2.120 Meter), die höchste Stelle der Wanderung. Zurück führt der Max-Klotz-Steig - Weg 815 - und in der Fortsetzung geht es vorbei am Issentalköpfl zur Ehrwalder Alm.
Beim empfehlenswerten Aufstieg vergisst man rasch den Alltag und freut sich an den sehr gut angelegtem Wanderweg. Auf der Almstraße vorbei am Gasthof Ehrwalder Alm und Alpenglühen. Sicher verlocken diese so manchen Wanderer beim Rückweg zu Einkehr und Stärkung.
Auf dem breiten und ebenen Weg wandert es sich bequem auf dem Sträßchen zur Pestkapelle (Bild 14). Die Leutascher Bevölkerung hat die Kapelle zur Zeit der Pest auf der Sattelhöhe (1.617 Meter) erbaut.
Von hier führt die Almstraße im Gaisstal abwärts bis in die Oberleutasch. Von der Pestkapelle führt direkt ein Wanderweg hinauf zum Am Brand - das Wanderziel. Das spart etwa hundert Meter Höhenunterschied.
Empfehlenswerter ist, in Richtung Leutasch bis zur Feldernalm auf 1.518 Metern Höhe weiter zu wandern.
Der schmale Bergsteig führt jetzt links über Almen. Die Ausblicke auf die Hohe Munde (Bild 10) und viele anderer Gipfel der Mieminger Kette sind herrlich (Bild 08). Im Felderer Tal wird der der Steig steiler bis er zwischen Feldernjöchl und Am Brand in den Hochwanderweg mündet. Rechts aufwärts wird in wenigen Minuten das Feldernjöchl (2045 Meter) erreicht.
Hier geht es nordwärts über das Gatterl weiter auf der bayerischen Seite auf dem Plattsteig zur Knorrhütte und weiter, auf dem Nordalpenweg bis zum Gipfel der Zugspitze. Das ist jedoch ein weiteres, prächtiges Wandererlebnis in der Region Zugspitze .
Das Erlebnis der grandiosen Aussicht auf Berge und Täler der Region Zugspitze beginnt bei der Rückwanderung auf gleichem Wege. Der Strecke führt über den Am Brand (2.120 Meter), die höchste Erhebung der Tour. Auch auf diesem Punkt lohnt eine Rast zum Einprägen der schönen Aussicht. Diese Wanderung beschenkt wundervolle Aufnahmen.
Am Brand - Abstieg übers Hochissental
Der schöne Max-Klotz-Steig führt hinab bis zur Pestkapelle. Die Mieminger Berge mit der Sonnenspitze, Wahrzeichen Ehrwalds, zeigen sich mit ihren schönen Formen. (Titelbild).
Eine Variante - um einen anderen Weg als den Hinweg zu wandern empfiehlt sich nach etwa 1.500 Metern rechts abzweigend in Richtung Issentalköpfl. Der Weg ist etwas länger und bleibt - rechts vorbei am Issentalköpfl - in höheren Regionen. Dieser Wandersteig (815) mündet dann knapp vor der Ehrwalder Alm und Bergstation in die Almstraße. Es wartet schon eine zünftige Jause und Rast zum Erholen und Stärken.
Am Brand von Ehrwalder Alm - Betriebszeiten Berg- und Talfahrt
- Tourenlänge in Kilometer = 9,7
- Höhendifferenz in Meter = 717
- Gehzeit in Stunden = 4h 17
- tiefster Punkt in Meter = 1.502
- höchster Punkt in Meter = 2.120
- Leistungspunkte = 33
Am Brand von Ehrwald
- Tourenlänge in Kilometer = 14,7
- Höhendifferenz in Meter = 1.115
- Gehzeit in Stunden = 6h 35
- tiefster Punkt in Meter = 1.104
- höchster Punkt in Meter = 2.120
- Leistungspunkte = 50
Empfehlenswert von Ehrwald aus ist wandern zum Seebensee, Drachensee, Coburger Hütte und auf den Drachenkopf.
Kommentare
Wieder mal tolle Bilder und eine Tourenbeschreibung, die richtig Appetit macht.
LG v Ruth






